1C Klausurrelevante Themen des Moduls Teil 2
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Was bedeutet "Durchlässigkeit" im Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland?
- Durchlässigkeit bedeutet die Möglichkeit, innerhalb des Bildungswesens die nach Beendigung der Grundschule getroffenen Schullaufbahnentscheidungen korrigieren zu können. Voraussetzung dafür sind einerseits die strukturellen Rahmenbedingungen der Übergangssysteme (insbesondere die Verknüpfung von Schulabschlüssen mit Berechtigungen für den Einstieg in weiterführende Schullaufbahnen und den Zugang zum Hochschulbereich) und andererseits die individuellen Leistungsvoraussetzungen. Beispiel: Die Schulgesetzgebung in Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass Schüler und Schülerinnen der Hauptschule bei Abschluss der Klasse 10 die Fachoberschulreife erwerben können, sofern die für den qualifizierten Abschluss (struktureller Aspekt) erforderlichen Leistungen (individueller Aspekt) erbracht werden. Strukturell maßgeblich für Bildungskarrieren im deutschen Bildungssystem sind nicht Aufnahmeprüfungen der aufnehmenden, sondern die Abschlusszertifikate und damit verbundenen Berechtigungen der abgebenden Bildungseinrichtungen.

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